Drei verschlungene Dreiecke, eng mit Odin und den Toten verbunden. Aber welche nordischen Symbole sind wirklich alt – und welche modern erfunden?
Der Valknut – der „Knoten der Gefallenen" – ist eines der wenigen Symbole, das tatsächlich aus der Wikingerzeit belegt ist. Man findet ihn auf gotländischen Bildsteinen wie dem Stora-Hammars-Stein und auf Schiffsbestattungen, oft in Szenen, die mit Opfer, Tod und Odin zu tun haben. Vieles deutet darauf hin, dass er das Zeichen des Gottes der Erhängten und der im Kampf Gefallenen war.
Echt belegt sind unter anderem der Thor-Hammer (Mjöllnir) – über 1000 Amulette sind gefunden worden –, der Valknut, die Runen selbst und Tiermotive wie Raben oder Wölfe. Diese Zeichen tauchen auf Steinen, Schmuck und Waffen der Zeit auf.
Andere, heute extrem populäre „Wikingersymbole" sind dagegen neuzeitlich: Der Vegvísir und der Ægishjálmur („Helm des Schreckens" in seiner bekannten Sternform) stammen aus isländischen Galdrabücher-Handschriften des 17. bis 19. Jahrhunderts – also aus christlicher Zeit, lange nach den Wikingern. Schön sind sie trotzdem, aber sie sind eben nicht wikingerzeitlich.
Vegvísir
ÆgishjálmurUns ist diese Ehrlichkeit wichtig. Wenn wir ein Symbol gravieren, sagen wir dir gern dazu, was es bedeutet und woher es stammt – ob uralt oder neuzeitlich.
„Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum neun lange Nächte, vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, mir selber ich selbst."Hávamál 138, Übertragung nach Karl Simrock (gemeinfrei)
Du möchtest die Zeichen selbst kennenlernen? In unserem Runen-Lexikon findest du alle 24 Runen des Älteren Futhark mit ihrer Bedeutung.