Das Jüngere Futhark der Wikingerzeit umfasst nur 16 Zeichen – mehrere Laute teilen sich eine Rune. Die Sinnbilder folgen den altnordischen Runengedichten (gemeinfrei).
Im Runengedicht. Reichtum erregt der Sippe Zwist; im Walde nährt sich der Wolf.
Im Runengedicht. Schlacke kommt vom schlechten Eisen; oft läuft das Rentier über harten Schnee.
Im Runengedicht. Der Riese bringt den Frauen Qual; Unglück macht wenige froh.
Im Runengedicht. Die Mündung ist der Wege Ziel; doch die Scheide ist es für das Schwert.
Im Runengedicht. Reiten, sagt man, sei für Pferde das Schlimmste; Reginn schmiedete das beste Schwert.
Im Runengedicht. Geschwür ist der Kinder Fluch; Kummer macht den Menschen bleich.
Im Runengedicht. Hagel ist das kälteste Korn; Christus schuf die alte Welt.
Im Runengedicht. Not lässt geringe Wahl; der Nackte friert im Frost.
Im Runengedicht. Eis nennt man die breite Brücke; den Blinden muss man führen.
Im Runengedicht. Gutes Jahr ist der Menschen Segen; mild war der freigebige Fróði.
Im Runengedicht. Sonne ist der Länder Licht; ich neige mich dem heiligen Urteil.
Im Runengedicht. Tyr ist der Einhändige unter den Asen; oft muss der Schmied blasen.
Im Runengedicht. Birke ist der grünste Zweig; Loki brachte des Truges Glück.
Im Runengedicht. Der Mensch ist der Erde Zuwachs; groß ist die Spanne des Habichts.
Im Runengedicht. Wasser, das vom Berge fällt als Sturzbach; doch Goldgeschmeide sind kostbare Dinge.
Im Runengedicht. Eibe ist der grünste Baum im Winter; es prasselt, wenn es brennt.
Frei nach dem Altnorwegischen und Altisländischen Runengedicht (gemeinfrei). © Glanz & Gravur.