Das angelsächsische Futhorc erweiterte die Reihe auf bis zu 33 Zeichen. Die Deutungen folgen dem altenglischen Runengedicht (gemeinfrei).
Im Runengedicht. Reichtum ist allen ein Trost; doch jeder soll ihn freigebig teilen.
Im Runengedicht. Der Auerochse ist kühn und gehörnt, ein mutiges Tier, das über das Moor schreitet.
Im Runengedicht. Der Dorn ist scharf, jedem übel, der ihn fasst – grausam zu greifen.
Im Runengedicht. Der Mund ist der Sprache Ursprung, Stütze der Weisheit und Trost der Weisen.
Im Runengedicht. Reiten ist im Saal leicht; auf hartem Ross über die Meilen viel mühsamer.
Im Runengedicht. Die Fackel ist jedem Lebenden Licht und Flamme, hell, wo die Edlen ruhen.
Im Runengedicht. Die Gabe bringt Anmut und Ehre, Halt und Würde unter den Menschen.
Im Runengedicht. Wonne kennt, wer wenig Leid erfährt, in Glück und Fülle wohnt.
Im Runengedicht. Hagel ist das weißeste Korn; er wirbelt vom Himmel und wird zu Wasser.
Im Runengedicht. Not beengt das Herz, wird aber oft den Menschenkindern zu Hilfe und Heil, wenn sie ihr früh begegnen.
Im Runengedicht. Eis ist kalt und überaus glatt, glänzend wie Glas, dem Edelstein gleich.
Im Runengedicht. Das Jahr ist der Menschen Hoffnung, wenn Gott die Erde Frucht bringen lässt.
Im Runengedicht. Die Eibe ist ein rauer Baum, fest verwurzelt, Hüter des Feuers, eine Freude des Hofes.
Im Runengedicht. Spiel und Lachen erklingen, wo tapfere Männer in der Halle fröhlich beisammensitzen.
Im Runengedicht. Das Riedgras wohnt im Sumpf; wer es greift, dem versengt es die Hand.
Im Runengedicht. Die Sonne ist den Seefahrern stets Hoffnung, wenn sie über das Bad der Fische fahren.
Im Runengedicht. Tir ist ein Zeichen, das Treue hält; nie trügt es, stets hält es seinen Lauf am Nachthimmel.
Im Runengedicht. Die Birke trägt keine Frucht, doch grünt sie reich an Trieben, schön gekrönt.
Im Runengedicht. Das Ross ist der Edlen Stolz, ein Trost den Ruhelosen, im Gespräch der Reichen.
Im Runengedicht. Der Mensch ist seinen Lieben teuer, doch alle sind dem Tod geweiht.
Im Runengedicht. Das Wasser scheint endlos, wenn das schwankende Schiff auf den Wogen treibt.
Im Runengedicht. Ing ward zuerst bei den Ostdänen gesehen, bis er ostwärts über die Wogen fuhr.
Im Runengedicht. Heimat ist jedem teuer, wo er in Recht und Frieden Wohlstand genießt.
Im Runengedicht. Der Tag ist des Herrn Bote, Licht und Hoffnung, Freude für Arm und Reich.
Im Runengedicht. Die Eiche nährt das Vieh mit Mast und gibt festes Holz für die See.
Im Runengedicht. Die Esche ragt hoch und heilig, fest im Stand, ein treuer Schaft.
Im Runengedicht. Zier und Wehr der Edlen, schön auf dem Ross, verlässlich auf der Reise.
Im Runengedicht. Das Flusstier lebt im Wasser, nährt sich doch an Land, in schöner Behausung.
Im Runengedicht. Die Erde ist den Edlen schaurig, wenn das Fleisch erkaltet und zur Scholle wird.
Frei nach dem altenglischen Runengedicht (gemeinfrei). © Glanz & Gravur.