Blog / Alltag

Met – Honigwein zwischen Halle und Mythos

Alltag Met – Honigwein zwischen Halle und Mythos

Aus Honig, Wasser und Zeit entsteht das aelteste Rauschgetraenk des Nordens. Doch Met war mehr als ein Getraenk – er war Gemeinschaft und sogar Dichtkunst.

Met – vergorener Honigwein – ist eines der aeltesten alkoholischen Getraenke der Menschheit und im Norden tief verwurzelt. Lange bevor Wein aus dem Sueden kam, war Met das Getraenk der Halle.

Wie Met entsteht

Das Grundrezept ist einfach: Honig wird mit Wasser verduennt, Hefe setzt die Gaerung in Gang, und mit der Zeit entsteht ein goldener, je nach Honig herber oder suesser Wein. Kraeuter, Beeren oder Gewuerze gaben jedem Met seinen eigenen Charakter.

Das Getraenk der Gemeinschaft

In der Methalle wurde Met aus Trinkhoernern gereicht. Das gemeinsame Trinken besiegelte Buendnisse, ehrte Gaeste und gedachte der Toten. Doch schon die Havamal mahnen zum Mass.

„Vom Methorn trink mit Massen, sprich Nuetzliches oder schweig.“Havamal 19, Uebertragung nach Karl Simrock (gemeinfrei)

Der Met der Dichtkunst

Im Mythos ist Met sogar die Quelle der Poesie: Der Skaldenmet wurde aus dem Blut des weisen Kvasir gebraut; wer von ihm trank, wurde zum Dichter. Odin raubte ihn den Riesen und brachte ihn den Goettern und Menschen. So wurde „Met“ zum Bild fuer die Dichtung selbst.

Becher hoch und Skal – und immer mit Mass.

Zum Shop Mehr Beiträge