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Drachenschiffe – Meisterwerke aus Eichenholz

Geschichte Drachenschiffe – Meisterwerke aus Eichenholz

Ohne ihre Schiffe waeren die Wikinger nie zu Wikingern geworden. Die schlanken Langschiffe waren Hochtechnologie ihrer Zeit.

Die ganze Wikingerzeit waere ohne ein einziges Werkzeug undenkbar: das Langschiff. Schlank, flach und ueberraschend leicht, brachte es die Nordmaenner ueber den offenen Atlantik ebenso wie flussaufwaerts ins Innere Europas.

Klinkerbauweise

Die Schiffe wurden in Klinkerbauweise gebaut: Die Planken ueberlappten sich wie Dachschindeln und wurden vernietet, was den Rumpf zugleich stabil und elastisch machte. So konnte sich das Schiff in den Wellen biegen, statt zu brechen. Ein flacher Kiel erlaubte das Anlanden an jedem Strand und das Befahren seichter Fluesse.

Oseberg und Gokstad

Wie hoch die Kunst stand, zeigen die in Norwegen ausgegrabenen Schiffsgraeber. Das Oseberg-Schiff (um 834) ist ueber und ueber mit kunstvollen Tierschnitzereien bedeckt; das Gokstad-Schiff war ein hochseetuechtiger Segler – ein Nachbau ueberquerte 1893 problemlos den Atlantik.

Segel und Ruder

Angetrieben wurden die Schiffe von einem grossen Rahsegel aus Wolle und von Ruderern. Ein gutes Langschiff erreichte mehr als zehn Knoten. Der drachenfoermige Steven, der den Schiffen ihren Beinamen gab, sollte Feinde schrecken und boese Geister abwehren.

Die kunstvoll geschnitzten Steven sind ein schoenes Beispiel dafuer, wie eng bei den Wikingern Handwerk und Bedeutung zusammengehoerten – ein Gedanke, der auch unsere Gravuren leitet.

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